Die Jägerlogik - eine Lügenlogik.

Sie basiert nur auf Lügen und dem Vorspiegeln falscher Tatsachen. Da sich die Bevölkerung kaum um das Treiben der Jägerschaft gekümmert hat, war es für sie natürlich ein Leichtes, nach außen ein völlig falsches Bild der Jagd zu verbreiten. Immer wieder wird behauptet, dass Jagd Natur- und Tierschutz sei und dass der Jäger Ersatz für fehlende Beutegreifer darstellen muss.

Auf der Homepage der "Junge Jäger Bayern" heißt es unter der Rubrik "Tipps und Tricks":

Warum Jungjäger? Oder überhaupt Jäger?
Ich denke man sollte differenzieren zwischen dem "Warum jagt man" und dem "Nutzen der Jagd". Denn der Grund des Jagens lässt sich nur schwer erklären, ist es doch eine Passion oder ein Gefühl - ja besser gesagt - ein Trieb, der in einem steckt (oder nicht), der es für einen Nichtjäger sehr schwer macht das ganze nachzuvollziehen. Ein Jäger jagt weil er jagen will. Zum Heckenpflanzen braucht man keine Jägerprüfung! Und um morgens um fünf beim Sonnenaufgang den Vögeln zu lauschen braucht man auch keinen Jagdschein. Zum Jagen gehört natürlich die Begeisterung für die Natur unzertrennlich dazu, doch Jäger wird man, weil man jagen will. [...]
Raubwildjagd, Wildäsungsflächen, Streuobstwiesen und Hecken helfen auch vielen anderen Tierarten, Biotope anzulegen macht Spaß. Und später seltene Libellen und Vögel zu beobachten als Erfolg des Ganzen ist ein schönes Gefühl. Doch der Grund ist wiederum eigentlich der, das man mal wieder Niederwild jagen kann... Sonst könnte man sich ja auch nur in der örtlichen Vogelschutzgruppe engagieren. Wesentlich billiger. Oder?

Waidmannsheil. Alexander Ott
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Dass die heutige Jagd nichts anders als das blutige Vergnügen der Jäger ist, hat inzwischen selbst die Wissenschaft belegt und natürlich werden diese Tatsachen bewusst ignoriert, bedeutete Einsicht ja das Ende des Hobbys Töten.

Doch man braucht nicht einmal den wissenschaftlichen Hintergrund, um die Unlogik der Jägerschaft zu durchschauen.
Jedes Jahr werden 650.000 Füchse von Jägern getötet. Zum Teil auf bestialische Weise in Fallen. Welpen werden einfach erschlagen, Altfüchse mit Ködern oder Lockstoffen an den Hochsitz gelockt und dann niedergeschossen. Sogar mit Schrot schießen Jäger auf Füchse. Als Begründung für dieses Gemetzel wird immer wieder genannt, dass der Fuchs den Bestand der Hasen, Kaninchen und Fasane gefährdet.
Und dann werden mehr als 450.000 Hasen, 200.000 Kaninchen und 350.000 Fasane getötet, mit der Begründung, dass wir zu viele haben. Letztere, die Fasane, sind bei uns eigentlich gar nicht heimisch. Sie wurden aus Asien als Jagdwild eingeführt und damit sie nicht aussterben, in Volieren, sogenannten Fasanerien, gezüchtet und zur Jagdsaison frei gelassen, um sie dann für das "sportliche Vergnügen" abschießen zu können.

-> Angebot einer Fasanerie

Fasanerie. Fasane werden für die Schießlust der Jäger gezüchtet. Fotos: Wolfgang Lindert, e-mail: RespekTiere@gmx.at

Aus dem Forum der Jägerzeitung "Wild und Hund":

"Duckhunter", Mitgliedsnummer 1165, 09. Mai 2004.
"jaja....die jungfüchsbejagung....seit 2000 kein thema mehr bei uns.....seither.....ist unser revier soweit fuchsfrei dass man nur noch etwa 2-3 mal im jahr etwas von einem einzelnen fuchs sieht ( spuren oder losung) der dann auch möglichst bald erlegt (getötet) wird....naja das niederwild hats uns gedankt: strecke (vom Jäger getötete Tiere) 2000: 12 füchse + 4 hasen, 2003: 1fuchs 25 hasen"

2000 starben in dem Revier 16 Tiere durch Jägerhand. Nach den Fuchsvernichtungsmassnahmen 2003 dann 26 Tiere.
Die Jäger töteten durch ihre Massnahmen also 10 Tiere mehr. Dazu kommen noch die vielen Füchse, die bei dieser Aktion getötet wurden.
Das ist Jägerlogik.

Mehr solcher Aussagen finden Sie unter -> ZITATE.

Die wichtigsten Lügen der Jäger auf einen Blick.

Mehr als 5 Mio. Tiere sterben jedes Jahr durch Jägerhand einen grausamen Tod, nur zum Vergnügen der Grünröcke. Damit aber überhaupt so viele Tiere getötet werden können, müssen die Jäger sich diese züchten und die Natur zurechtschießen. Diese Aktivitäten tarnen sie der Bevölkerung gegenüber als angebliche Naturschutzarbeit. Bei der Mitgliederversammlung der Jagdgenossenschaften im Bayerischen Bauernverband im Frühjahr 2007 aber wird die Wahrheit deutlich.
Johann Koch, jagdpolitischer Sprecher des Bayerischen Bauernverbandes: "Jagdrecht ist Eigentumsrecht und ist höher als Naturschutzrecht einzustufen. Jagd ist keine Spielwiese für Naturschützer."
Die Lüge von der Jagd als Naturschutz, haben die Jäger damit selbst widerlegt.


Die Lüge, Jäger hätten eine gute und fachkundige Ausbildung.

Gerne geben Jäger an, dass sogenannte grüne Abitur zu haben. Diese Bezeichnung aber ist eine Erfindung der Grünröcke. Die angeblich so schwierige und monatelang dauernde Prüfung, dauert nur darum so lange, weil sie z.B. in Abendkursen angeboten wird. Jäger behaupten, auf diese Weise enorm viel über Tiere, derer Lebensweise und die Natur zu lernen. Tatsächlich lernt ein Jäger nur, wie man tötet. Und wer das nicht in langwierigen Abendkursen machen möchte, der kann einen Blitzkurs besuchen.

Die Jagdschule Darß bietet im Internet unter www.jagdschule-darss.de die Jägerprüfung in 14 Tagen an. Über CDs kann sich der Schüler vorbereiten und dann seine Lizenz zum Töten machen.

"Immer wieder werden wir gefragt, wie lange unserer Erfahrung nach die Vorbereitung für den Fernkompaktkurs mit den CDs dauert bzw. welchen Zeitraum man zwischen Anmeldung und Kursbeginn einplanen sollte?
Dies ist natürlich sehr individuell und richtet sich nach dem Lernvermögen und Lernverhalten des einzelnen. Wir gehen von ca. 70 Stunden am PC aus.", so die Jagdschule Darß.

2 Wochen Vorbereitung (gerechnet mit einer 38 Stunden Arbeitswoche) und 2 Wochen Lehrgang. Das in 4 Wochen nicht viel Wissen über ein so komplexes System wie den Wald und seine Tiere, die Natur und ihr Ökosystem vermittelt werden kann, ist offensichtlich. Jedes Kind lernt mehr über Biologie während seiner Schulzeit.
Bei der Jägerprüfung kommt dann noch die Waffenkunde dazu. Dazu? Nein, denn nur diese wird dem Prüfling vermittelt. Es wird ihm gezeigt, wie und womit man am besten töten kann.

Mehr unter -> Jägerleergang


Die Lüge, Jäger tun viel für den Wald.
Nach eigenen Angaben (2001) hat die Jägerschaft folgende Naturschutzarbeit geleistet:
3 Millionen Gehölze und 236.500 Bäume gepflanzt, 6.500 "biotopverbessernde" Arbeiten und 3.200 "Pflegemaßnahmen" durchgeführt.
3 Millionen ehrenamtliche Arbeitsstunden leisten die Jäger pro Jahr nach ihren eigenen Angaben.

Rund 320.000 Jagdscheininhaber gibt es in Deutschland.
Somit hat jeder Jäger 9 Gehölze gepflanzt, dass ergibt eine Hecke von ca. 2,7 m Länge. Für einen Baum pro Jäger reicht es schon nicht mehr, sind nämlich nur 0,7 Bäume. Jeder 50. Jäger führt eine "biotopverbessernde" Maßnahme im Jahr durch und nur jeder 100. Grünrock kann sich jährlich zu einer "Pflegemaßnahme" durchringen.
Ganze 9 Stunden arbeitet ein Jäger ehrenamtlich pro Jahr im Wald. Mehr nicht.
Jeder Hobbygärtner leistet in seinem Vorgarten erheblich mehr Naturschutzarbeit, ohne dafür zu töten.

Was die Jäger können, ist die Natur und die Umwelt extrem schädigen. Über 1.500 Tonnen Blei werden jährlich in den Boden und die Gewässer geballert. Karin Hutter (Autorin des Antijagdbuches "Ein Reh hat Augen wie ein 16 jähriges Mädchen") schrieb über die Umweltschäden durch Jäger:
Wissenschaftler warnen seit Jahrzehnten vor der Benutzung von Bleischrot. Blei stellt eindeutig eine längst erkannte Gefahr für Mensch, Tier und Umwelt dar, auf die hier nicht näher eingegangen werden muss. Es ist auch hinlänglich bekannt, dass nur ein Teil der Bleiladung im Körper des Opfers landet und der Rest in die Landschaft rieselt. Auch Tiere - besonders Greif- und Rabenvögel, die sich von Aas ernähren, haben darunter zu leiden.
Verschossenes Blei gelangt tonnenweise in Flachwasserzonen, Seen, Moore und Wiesen. Zudem - und diese Tatsache findet weniger Beachtung - reichert sich beim Verzehr von mit Bleischrot getöteten Wildtieren das hochgiftige Schwermetall im menschlichen Körper an. Und wenn ein Wildtier erst angeschossen und später getötet wird, ist der Bleigehalt - dieses von Jägern als besonders gesund und bekömmlich angepriesene Lebensmittels - noch erheblich höher.
Wenn man sich vergegenwärtigt, dass hier allein in einem Jahr (2000) 85 Millionen Schrotpatronen verkauft wurden, heißt das, dass ca. 2600 Tonnen Blei in Tierkörper sowie in die Umwelt "verpulvert" werden. Davon fallen ca. 50 % auf Jagdpatronen, deren Bleigehalt bei durchschnittlich etwa 31g liegt - die andere Hälfte betrifft Sportschützenmunition, mit einem etwas niedrigeren Bleigehalt. (Schlederer, 2001)
Häufigster Tod von Seeadlern ist heute die Bleivergiftung, wie veterinärbiologische Untersuchungen belegen. Dies bestätigt auch der Diplom-Biologe Thomas Brand, wissenschaftlicher Leiter der ÖSSM (Ökologische Schutzstation Steinhunder Meer) in einem Interview der Schaumburg-Lippischen-Landeszeitung vom 17. August 2005.
In Deutschland hat zumindest Schleswig-Holstein und kürzlich auch Berlin die Jagd mit Bleimunition wenigstens an und auf Gewässern untersagt.

Interessant: In der ADAC Zeitung Ausgabe Juli 2005 ist zu lesen, dass aufgrund zu hoher Umweltbelastungen ab sofort keine Bleigewichte mehr bei Autoreifen verwendet werden dürfen. Die Jäger aber dürfen nach wie vor tonnenweise Blei ungestraft in die Natur ballern.

-> zum ADAC Artikel.


Die Hauptlügen der Jägerschaft über den Fuchs.
Neben dem bereits erwähnten vorgeblichen Schutz des Niederwildes, sind die Lieblingsthemen der Jäger: Fuchsbandwurm und Tollwut.
Fuchsbandwurm. Schon der Name ist eine Lüge. Von der Jägerschaft für den Volksmund so benannt, induziert er die Gefahr, die vom Fuchs ausgehen soll. Tatsächlich ist es so, dass dieser Bandwurm auch von Hunden und Katzen übertragen werden kann. Unsere Haustiere bilden somit eine viel größere Gefahr für den Menschen, da sie im Gegensatz zum Fuchs, ständig intensiven Kontakt zu uns haben. Und nur wenige Hunde und Katzen werden regelmäßig entwurmt.
Zwischenwirte für den Bandwurm sind Mäuse. Wird ein Tier wie Fuchs, Hund oder Katze durch gefressene infizierte Mäuse Überträger, so scheidet es die Bandwurmeier zusammen mit seinem Kot aus. Eine Übertragung auf den Menschen kann nur auf oralem Wege erfolgen. Das heißt, die Bandwurmeier müssen vom Menschen verschluckt werden. Dann ist eine Infektion möglich, aber keinesfalls gegeben. Zwei unabhängige Studien der Uni Ulm und Stuttgart haben belegt, dass selbst Risikopersonen (Waldarbeiter, Förster etc.) nicht am Fuchsbandwurm erkranken, obwohl sie bereits Kontakt mit diesem Parasiten hatten. Die kontaminierten Personen entwickelten Antikörper gegen diese Eindringlinge und sind somit immun gegen diese Krankheit.
Selbst die Gefahr einer Infektion beim Genuss von Waldfrüchten ist denkbar gering, denn der Weg vom Fuchskot zur Waldbeere ist nahezu ausgeschlossen. Auch Füchse futtern mit der Schnauze und eventuell im Afterbereich haftende Eier eines infizierten Fuchses finden wohl auch nur sehr schwer den Weg auf die Brombeere. Wer Waldfrüchte vor dem Verzehr gründlich abwäscht, mindert das Restrisiko auf null.
Prof. Nothdurft, Infekteloge an der Uni München sagte im SPIEGEL 44/01: "Die Wahrscheinlichkeit an den Folgen des kl. Fuchsbandwurmes zu erkranken sind geringer als die Möglichkeit, dass einem ein Dachziegel auf den Kopf fällt!"
Jüngst veröffentlichten deutsche Forscher unter ORF On Science, dass der "Fuchsbandwurm nicht durch Waldbeeren übertragen" wird. Es gibt keine Belege, so die Forscher, dass man sich durch den Verzehr von ungewaschenen Waldfrüchten mit dem Fuchsbandwurm infizieren kann. Für die Untersuchung befragten Wissenschafter der Universität Ulm sowie des Robert-Koch-Instituts 40 Patienten, die vom Fuchsbandwurm befallen waren, sowie 120 gesunde Testpersonen.
Beide Gruppen machten dabei Angaben zu Haustieren, Beruf, Hobbys und Lebensgewohnheiten.
Ein großer Teil der erkrankten Personen hatte Kontakt zu Hunden. Kein Zusammenhang zeigte sich dagegen bezüglich Waldbeeren. Die Gesunden hatten genauso oft ungewaschene Waldbeeren gegessen wie die Patienten.

Die Ausbreitung von Tollwut wird durch das Eingreifen der Jägerschaft erheblich begünstigt.
Füchse sind potentiell gefährdeter, als viele ander Tiere. Sie sind die Gesundheitspolizei im Wald und fressen auch verendete Tiere. Sind diese an Tollwut infiziert, besteht für den Fuchs die Gefahr, sich ebenfalls zu infizieren. Auch bei der Tollwut können Mäuse die Überträger sein.
Infizierte Füchse sterben an dieser Krankheit. Halten die Jäger sich heraus, so ist eine aufkommende Tollwutinfektion genau so schnell mit den infizierten Tieren (nicht nur Füchse) wieder ausgestorben, wie sie aufgetreten ist.
Durch intensive Bejagung aber wird das natürliche Gefüge der Tiere zerstört. Freie gewordene Reviere (durch das Töten von Tieren) werden sofort wieder besetzt. Jungfüchse wandern vermehrt ab und schleppen so bei einer Infektion die Krankheit in bis dato unbefallende Gebiete ein.
Allerdings gilt die Tollwut weitgehend als nicht mehr vorhanden. Fragen Sie bei Ihrem zuständigen Fortstamt nach dem letzten Tollwutfall in Ihrer Region.

Neuerdings versuchen die Jäger die Massentötung von Füchsen mit der Räude zu entschuldigen. Dieser Parasitenbefall tritt bei allen hundeartigen Tieren auf. Also auch beim Fuchs. Die Larven der Räudemilbe bohren sich in die Haut des infizierten Tieres. Ein schlechter optischer Zustand ist die Folge. Schwer erkrankte oder sehr schwache Füchse sterben an der Infektion. Starke Tiere schütteln die Krankheit wieder ab.
In keinem Fall aber geht von einem an Räude erkrankten Fuchs eine Gefahr für den Menschen aus. Ausserdem ist der Befall von Räude unter Füchsen sehr selten.

Auch die Populationsregelung ist eine Lüge. Starke Bejagung bedeutet hohe Nachwuchszahlen. Die Anzahl an Beutegreifern, ist immer von den jeweiligen Lebensbedingungen abhängig. Gibt es viel Nahrung, gibt es viele Beutegreifer und umgekehrt.
Das sieht selbst der ÖJV (Ökologischer Jagdverband) so. "Eine effektive Kontrolle von Beutegreiferpopulationen mit jagdlichen Mitteln, ist überhaupt nicht zu erreichen", so Andreas Lehmann vom ÖJV, "Auf verstärkte Bejagung reagieren die Populationen sehr rasch mit einer erhöhten Reproduktion. Der Ökologische Jagdverein fordert, dass sich die Jäger vom Selbstverständnis des Regulators im Bezug auf Beutegreifer und Beute verabschieden."
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Mehr zum Thema finden Sie auch unter -> ÜBER FÜCHSE.


Die Lüge, der Jäger tötet nur überschüssiges Wild, als Ersatz für fehlende Beutegreifer.
Überschüssiges Wild gibt es nicht. Das Verhältnis zwischen Beutegreifern und Beutetieren regelt sich immer selbst. Gäbe es zu viele Beutegreifer, vom Jäger als Raubwild bezeichnet, würden diese sich selbst vernichten, sobald sie ihre Nahrung ausgerottet hätten. Das selbe gilt für die Pflanzenfresser. Lebten mehr Tiere auf einer Fläche, als diese mit Futter versorgen könnte, würden auch die Pflanzenfresser sich selbst vernichten.


Salzlecke für Rehe


Ausgelegter Mais

 

Hier greift der Jäger bewusst und gezielt ein, um für ein Ungleichgewicht zu sorgen.
Rehe werden gefüttert, um die natürliche Auslese so gering wie möglich zu halten. Und das besonders im Winter.
Durch das unnatürlich hohe Futterangebot, steigt die Zahl der Tiere entsprechend an. Rehe sind Waldrand- und Wiesentiere. Sie brauchen Flächen zum Äsen. Durch den intensiven Jagddruck ziehen sie sich immer tiefer in die Wälder zurück, wo sie auch noch vom Jäger ausgelegte Salzsteine vorfinden.
Keine Wiesen, Kraftfutter und die überhöhte Mineralienaufnahme durch das Salz, zwingt die Rehe, ihren Nahrungshaushalt durch junges Grün zu kompensieren. Verbissschäden an Bäumen sind die jägergewollte Folge. Auf diese Weise züchten die Jäger sich gut 1 Mio. Rehe, die sie dann als angebliche Überpopulation töten.
"Das Reh hat uns bisher nicht gebraucht, es braucht uns auch jetzt nicht", stellte Klaus Urban, Revierjagdmeister und Forstwirt aus Eggenfelden, fest. Die Vorlage von Kraftfutter im Winter diene nur der Anhebung der Trophäen und sei in Wirklichkeit "pure Tierquälerei".

Ähnlich verhält es sich bei den Wildschweinen. Auch sie werden gefüttert. Jäger legen zum Teil sogar ganze Maisfelder in den Wäldern oder an Waldrändern an. Dem nichtwissenden Beobachter entgeht eine solche unerlaubte Massenfütterung, da er sie für ein ganz normales Maisfeld hält. Doch Indizien wie z.B. Hochsitze dirket am Feld belegen, es handelt sich um verbotene Wildfütterungen.
Neben dem Füttern, töten die Jäger die Leitbache einer Wildschweinrotte. Dadurch werden alle weiblichen Tiere der Gruppe empfängnisbereit, was zu einen enormen Anstieg der Frischlinge führt. Zeitweise haben Wildschweine in solchen Situationen sogar zwei mal im Jahr Nachwuchs.

Für jedes getötete Wildschwein karren die Jäger bis zu 300 Kg Zusatzfutter in den Wald und sogar Norbert Happ, Wildschweinexperte seit mehr als 40 Jahren des Deutschen Jagdschutzverbandes (DJV) sagt: "Das deutsche Wildschweinproblem ist jägergemacht!" Beim Abschuss von Leitbachen würden sich die Sauen nicht nur unkontrolliert vermehren, sondern auch deutlich höhere Schäden verursachen.

An dieser Stelle auch noch ein Wort zur Vermehrung der Füchse.
Der weibliche Fuchs, die Fähe, bringt normalerweise 3-4 Junge zur Welt, von denen etwa 2 überleben. Der Rüde hilft bei der Aufzucht der Jungen nicht.
Durch die Vernichtungsquote der Jägerschaft, ist die Nachwuchszahl bei Füchsen auf bis zu 8 Junge gestiegen. Leergeschossene Reviere müssen wieder besetzt werden und den Krieg der Jäger gegen die Natur zahlen die Tiere.
Für die Mutter bedeutet es einen enorm höheren Aufwand, bis zu 8 kleine Mäulchen zu stopfen, statt der natürlichen 3-4. Die Fähe wird leichtsinniger und versucht auch größere Beutetiere zu fangen, die normalerweise nur selten auf dem Speiseplan stehen. So jagt sie auch schon mal Hasen oder kommt in die Hühnerställe der Menschen. Auch wird immer mehr beobachtet, dass der Rüde bei seiner Fähe bleibt und bei der Aufzucht der Jungen hilft. Auf diese Weise überleben mehr Jungfüchse, die dann wieder vom Jäger getötet werden, sobald sie die vom Jäger frei geschossenen Reviere übernehmen.
Der Jäger macht also nichts anderes, als sich Tiere zum Töten zu züchten, mit dem für ihn schönen Nebeneffekt, seine Schießwut der Bevölkerung gegenüber mit angeblich zu hohem Bestand an Füchsen rechtfertigen kann.

Mehr zum Thema finden Sie auch unter -> Über Füchse.
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Die Lüge, Jäger töten schnell und schmerzlos.
Diese Lüge widerlegen schon die Jagdgesetze. Hier heißt es: "
Im Rahmen einer waidgerechten Jagdausübung müssen Schmerzen, Leiden und Unbill des Tieres hingenommen werden."
Verwendet werden Geschosse der verschiedensten Art. Expansionsgeschosse sind so konstruiert, dass sie sich nach dem Einschlag in den Körper durch den Gegendruck des Gewebes "aufpilzen", d.h., plattdrücken. Wie ein "Dum-Dum-Geschoß" zerreißt das Projektil die Organe und Knochen des Tieres. Doch mit zerfetztem Herz und zerrissener Lunge stirbt das Tier nicht sofort. Es verblutet bzw. erstickt. Ein so getroffenes Tier legt auf seiner Flucht nicht selten noch Strecken von

mehreren 100 Metern zurück. Oft flieht das Tier ganz. Die Nachsuche dauert teilweise Stunden und Tage, sofern überhaupt nachgesucht wird. 60% aller Rehe müssen nachgesucht werden. Viele werden erst Tage später gefunden, wenn sie irgendwo elendig an der Verwundung verendet sind. Manche Tiere sterben überhaupt nicht an der Schusswunde, sondern an den Folgen, weil sie z.B. mit zerschossenem Kiefer keine Nahrung mehr aufnehmen können.

-> Bild: so tötet ein Expansionsgeschoss.

Es werden Tiere sogar ganz bewusst nur angeschossen, um die schwer verletzten Geschöpfe noch zur Ausbildung eines Hundes zu missbrauchen. Aus dem Buch "Die Baujagd" von Bruno Hespeler: "Auch kleine Schleppen (Blutspuren) mit dem Raubwild fördern das Bewußtsein des Hundes. Da gibt es den Jungfuchs, der mit dem Kleinkaliber oder der kleinen Magnum auf freier Wiese beschossen, fast immer noch flüchtet und den wir mit dem Jagdhund nachsuchen können."
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Schrot ist eine der perversesten Munitionsarten. Nach eigenen Angaben der Jäger, tötet ein Schrotschuss nur ganz selten und auch nur aus nächster Nähe "sofort", da die vielen kleinen Kugeln nicht genug Kraft haben. Das getroffene Tier stirbt den Schocktot, verblutet oder verendet an Bleivergiftung. Egal welche der Todesarten eintritt, es ist ein langsamer, qualvoller Tod, den die Jäger aber ohne die kleinste Gefühlsregung in Kauf nehmen. Der Fuchs rechts erlitt dieses Schicksal und nur er weiß, was er hat durchmachen müssen, bis der Tod ihn erlöste.
Unzählige Tiere werden jedes Jahr mit Schrot angeschossen und nie gefunden. Die Jagdschule "agnj.de" aus Schleswig-Holstein schreibt dazu: "Nach Untersuchungen in Skandinavien muss man annehmen, dass auf je zwei erlegte (getötete) Wildgänse eine weitere entfällt, die ebenfalls von Schroten getroffen, aber nicht sofort getötet wurde. Mit anderen Worten: mindestens jede dritte beschossene Gans fliegt verletzt, mit Schroten im Körper, davon. Sie mag überleben. Sie mag aber auch nach längerem Siechtum sterben. (Bild rechts: Mit Schrot angeschossener Schäferhund.)
Dänische Biologen nehmen nach Auswertung umfangreichen Untersuchungsmaterials an, dass die Zahl der mit Schrot beschossenen und verletzten Vögel die Zahl der erlegten (getöteten) übertrifft. Sie halten es für wahrscheinlich, dass ähnliche Relationen auch für Schüsse auf anderes Niederwild, etwa Hasen oder Wildkaninchen, gelten. Kein Jäger sollte jetzt noch behaupten, dass ihm dies nicht bekannt sei."


Im Forum von "Wild & Hund" unterhalten sich die Jäger eiskalt darüber, wie Tiere durch Schrot eben nur angeschossen werden, flüchten und dann elendig sterben.

-> Ausschnitte. Lesen Sie selbst.
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Bei der Fallenjagd wird zwischen zwei Fallenarten unterschieden. Lebendfallen müssen unversehrt fangen und Totschlagfallen sofort töten. Beides ist Theorie, mehr nicht. In Lebendfallen geraten die Tiere derart in Panik, dass sie sich selbst schwer verletzen bis hin zum Tod. Sie müssen, oft schwer verletzt, Stunden oder Tage in der Falle sitzen, bis der Jäger kommt und sie erschießt oder erschlägt. Totschlagfallen sind Quetschfallen, d.h., das Tier wird eingequetscht. Dummerweise sind Tiere aber vorsichtig und .gehen nicht .immer so in die Falle, wie es der Hersteller gerne möchte. So wie dieser Waschbär, verenden viele Tiere in "sofort tötenden Fallen", weil sie mit

der Pfote hinein geraten sind und nicht wieder los kommen. Nicht selten schlägt die Falle dem Tier die Pfote(n) ab.

Mehr zum Thema Fallen:

-> Horror-Kabinett

-> Fallenjagd.de ...

->
Fangjagd


Die Lüge, Jäger können kranke, schwache oder verletzte Tiere erkennen.
Oft wird diese Ausrede für einen "nötigen Abschuss" genommen. Tatsächlich aber fehlt dem Jäger jede Möglichkeit und jede Fachkenntnis, solche Situationen beruteilen zu können. Ob ein Tier wirklich krank ist, kann nur ein Tierarzt beurteilen. Und das auch nicht auf mehrere hundert Meter Entfernung durch das Fernglas.
So ist es nicht verwunderlich, dass häufig sogar Tiere getötet werden, die gesetzlich gar nicht getötet werden dürften (Schonzeit, nicht jagdbare Art etc.). An den folgenden Beispielen aus dem Forum von jagd.de wird besonders deutlich, dass ein Jäger nicht einmal ein älteres Tier von einem jungen Tier unterscheiden kann. Daraus ergeben sich dann sogenannte "Fehlschüsse", welche allesamt gegen das Gesetz verstoßen und entsprechend strafbar sind. Und wo sind die Richter?
Ganz davon zu schweigen, wieso Jäger sich das Recht heraus nehmen, altersbedingt über Leben und Tod zu entscheiden.

Bibo98, Eintrag vom 23.05.2006: "Bei den Ansitzen in den letzten Tagen kam immer wieder ein weibliches Stück (=Tier) mit einem kräftigen Jährlingsbock zusammen. Im ersten Moment denkt man ja an Brüderlein und Schwesterlein aus dem letzten Jahr. Nun war aber das Verhalten des weiblichen Stückes etwas merkwürdig, langes Sichern, vorsichtiges Äsen und ruppig im Haar. [...] Heute morgen habe ich das Stück geschossen, nachdem ich es nochmal 30 min. beobachtet habe und das Gefühl hatte, da stimmt was nicht. Beim Aufbrechen (=Zerlegen) war in der Tracht (=Gebärmutter) ein Embryo von ca 15 cm."

Wutzel02, 23.05.2006: "Ging mir auch schon so, dass ich im Inbrunst der Überzeugung ein weibl. Reh im Mai als Schmales angesprochen und erlegt (=getötet) habe. War sogar noch gut beinander."

Scrofa, 23.05.2006: "an einem gemeinschaftsansitz mitte/ende septemberhabe ich ein vermeindlich einzelnes stück erlegt. angesprochen als schmalreh, beim aufbrechen stellt sich die geiß (wenn auch optisch nicht erkennbar) als führend heraus. am sammelplatz haben 2 förstergenerationen und 4 jäger per augenschein meine ansprache (=Erkennung, hier Fehlerkennung) bestätigt. am nächsten morgen hab ich dann das kitz am selben platz erlegt (=getötet).

Der_Urmund, 24.05.2006: "Habe auch schon mal Anfang Mai eine uralte Gais als S-Reh angesprochen und erlegt.
Erst neulich legte ein Bekannte ein "S-Reh" auf die Seite (=tötete es). Keiner der umstehenden ERFAHRENEN Waidmänner sah darin was anderes und gratulierten heftig...als beim aufbrechen dann ein Embryo zu finden war....


Die Lüge, es gibt strenge Jagdgesetze, an die Jäger sich halten müssen.
Geben tut es Gesetze, bloß streng sind sie nicht und halten tun sich die Jäger auch nicht daran. Wer kontrolliert das schon? Eines der 10. Gebote der Waidgerechtigkeit besagt: "Du sollst die Jagd als Erholung und Erlebnis und nicht als Fleisch- oder Geldquelle betrachten." Anders ausgedrück: Die Jagd ist Spaß am töten. Und damit ist eigentlich alles gesagt.
Doch zurück zu den strengen Gesetzen. Im Forum der Internetseite von "Wild und Hund" findet man zahllose Beispiele dafür, wie sich die Jäger an ihre Gesetze halten:

Eintrag von: Thor Gehrmann, Mitglied # 1164, erstellt am 13. Januar 2003 um 18:27 Uhr
e-mail: thor.gehrmann@uni-bochum.de
"Scheune=befriedeter Bezirk daher keine Jagderlaubnis! Um den Fuchs zu erlegen, muß eine Schießerlaubnis bei dem zuständigen Ordnungsamt / Polizeibehörde eingeholt werden. Anders verhält es sich bei einer konkreten Gefahrenabwehr, wenn der Fuchs z.B. mit Tollwut infiziert ist.
Praktisch: sind Zeugen vorhanden siehe oben, sind keien Zeugen vorhanden 3S (schießen,schaufeln, Schnauze halten)"

Eintrag von: unbekannt, Mitglied # 2089, erstellt am 05. Februar 2003 um 09:59 Uhr
e-mail: jagdgegnergegner@gmx.de

"Das Problem mit den Katzen ist doch ganz einfach und wurde hier schonmal angesprochen (weiss nur nicht mehr von wem): SSS Schiessen Spaten Schnauze halten."

Die Bezeichnung "SSS" für gesetzeswidrige Handlungen, ist unter der Jägerschaft offensichtlich gut bekannt. Wenn Sie sich einmal selbst im Forum von "Wild und Hund" umsehen, finden Sie dazu noch zahllose weitere Beispiele. Eben so auffällig ist, dass die Jäger dererlei Äußerungen völlig offen in einem für Jedermann zugänglichen Internetforum veröffentlichen. Das bedeutet, es kann ruhig jeder wissen, dass Jäger sich nicht an die Jagdgesetze halten. Es interessiert doch nicht einmal die zuständigen Behörden.

So auch nicht, wenn Luderplätze (Futter- und Anlockplätze für Beutegreifer) mit gesetztlich verbotenen Schlachtabfällen bestückt werden. Hühnerteile, Fischabfälle sowie Abfälle aus Hausschlachtungen sind auf Luderplätzen wegen der Seuchengefahr verboten. Durch solche Aulagen wird die Schweinepest vom Hausschwein auf die Wildschweine übertragen. Doch das kommt den Jägern ganz gelegen, haben sie damit doch wieder einen Grund, für die Tötung von Schwarzwild.
Insbesondere aber sollen mit solchen Methoden Beutegreifer wie Füchse, Dachse und auch Katzen vor die Flinten der Jäger gelockt werden. Offen werden auch hier im Forum von "Wild und Hund" Gesetzesverstöße preisgegeben und empfohlen.

Bilch
Alter Hase
Mitglied # 3162

Bewertung:

erstellt 26. Januar 2005 12:59                     
Fisch ist seht gut. (WIR FÜCHSE: Verboten)

Dachhasen (Katzen) sind auch super ,aber nicht immer verfügbar. (WIR FÜCHSE: Verboten)

Diverse Aufbrüche und andere Bestandteile vom Reh sind auch relativ gefragt. (WIR FÜCHSE: Nur erlaubt, wenn das getötete Reh im Wald zerlegt wird. Mit nach Hause nehmen und die Überreste dann wieder im Wald auslegen, ist verboten.)

Hühnerköpfe sind der Renner. (WIR FÜCHSE: Verboten)

Ein alter Jaga hat mir den Tip gegeben einen ganzen Kuheuter auszubringen.
Da bin ich noch auf der Suche . (WIR FÜCHSE: Verboten)

Momentan habe ich in einem verschliessbaren Metallfassl eine Mixtur aus 10-Tage alten Kücken und Schweinehaxn mit Schwartenteilen. (WIR FÜCHSE: Verboten)

Diese Kombination lasse ich jetzt ein paar Tage reifen,und dann schauma amol!!


Beiträge: 791 | Registriert seit: Jul 2004  | 

-> Weitere Beispiele aus dem Forum von "Wild und Hund".

Weitere Gesetzesverstöße aus jedem Bereich finden Sie in der Rubrik

-> Gegen das Gesetz


Die Lüge, die Jagd hätte den Menschen intelligent gemacht.
Immer wieder behaupten Jäger, dass die Menschen nur durch die Jagd ihre Intelligenz aufgebaut haben. "Ohne Jagd gäbe es auch Sie nicht", erzählen die Jäger.
Tatsächlich zeigt die Analyse fossiler Knochen aus verschiedenen Epochen der menschlichen Entwicklungsgeschichte, dass sie aus der Bedrohung durch wilde Tiere entstanden ist. Der amerikanische Anthropologe Robert Sussman von der Washington-Universität berichtete in einem Vortrag auf der Jahrestagung der amerikanischen Forschungsgesellschaft AAAS in St. Louis, dass Bild vom Menschen als aggressiver Jäger sei ein Mythos, der höchstens für die letzten Jahrzehntausende der Menschheitsgeschichte zutreffe. Das beruht vor allem auf dem Wissen über den Vormenschen Australopithecus afarensis, der vor etwa fünf bis zweieinhalb Millionen Jahren lebte. Dieser war von seinen Zähnen her gar nicht in der Lage, große Mengen Fleisch zu essen. Warum also sollten diese frühen Menschen dann überhaupt gejagt haben?
Das Leben des Australopithecus war vielmehr von der ständigen Bedrohung durch Raubtiere geprägt: Hyänen, so groß wie Bären, Säbelzahntiger und zahlreiche andere Großkatzen machten Jagd auf Beute. Ohne Werkzeuge und Waffen konnte der frühe Mensch dieser Bedrohung nur seine Wendigkeit, seine Intelligenz und die soziale Stärke seiner Gruppe entgegensetzen. "Unsere Intelligenz, die Fähigkeit zur Zusammenarbeit und viele andere Fertigkeiten des modernen Menschen sind bei jenen Versuchen entstanden, den Angreifern zu entkommen", sagt Sussman.
Erst mit der Nutzung des Feuers, die nach Sussman vor höchstens 800 000 Jahren begann, wandelte sich das Leben des Menschen allmählich. Dank neuer Zubereitungsarten konnte er jetzt auch größere Mengen Fleisch verzehren. Eine ausgereifte, systematische Jagd gab es dennoch frühestens vor 60.000 Jahren, so der Anthropologe.
(RP Online, 18.02.2006)


Die Lüge, wildernde Haustiere sind das Schlimmste.
Hunde und Katzen sind Konkurrenten des Jägers. Darum - und nur darum! - werden sie getötet. Jedes Kaninchen, dass evtl. mal von einer Katze gefangen wird, kann nicht mehr vom Jäger getötet werden. Genau so verhält es sich beim Hund, abgesehen davon, dass die meisten Haushunde ein Wildtier gar nicht erwischen würden.
Nebenbei: Der Begriff "wildern" ist für ein Tier eigentlich eine Unverschämtheit. Tiere können nicht wildern. Der einzige der wildert, ist der Mensch. Und damit er diesem Trieb ungestört folgen kann, drohen manche Jäger per Aushang in ihren Revieren damit, sie würden "Hunde, die nicht angeleint beziehungsweise nicht im Einwirkungsbereich ihres Herrn sind, sofort erschießen." (Westfälische Rundschau, 29.01.2004) -> zum Artikel

Rund 45.000 Haushunde sterben jedes Jahr durch Jägerhand. Grund: Sie wildern, vornehmlich Rehe.
Was die Jägerschaft aber verschweigt, ist die Tatsache, dass sie selbst jährlich 1,1 Mio. Rehe "wildert". Und wieder mit dem Argument, dass wir zu viele haben. Der Jäger müsste den Hund also als willkommenen Jagdhelfer sehen. Die Tatsache, dass er trotzdem getötet wird, beweist es: Der Hund ist genau wie der Fuchs, ein Konkurrent des Jägers.

Um die 300.000 Katzen werden von Jägern getötet. Auch sie wildern. Kaninchen und Vögel.
Und wieder verschweigen die Jäger, dass sie selbst 220.000 Kaninchen töten.
Die meisten verschwundenen Katzen sind also nicht Opfer des Straßenverkehrs, sondern Opfer der Jäger.

-> Katzenplage


Die Lüge, Jäger kennen die Anzahl der Tiere (Bestand) in ihrem Revier.
Gehen Sie in den Wald. Nehmen Sie ein Fernglas mit und setzen Sie sich auf einen Hochsitz. Versuchen Sie, die Anzahl und die Art der Tiere zu notieren, die Sie sehen (falls sie überhaupt welche sehen). Die Arten können Sie sicher noch aufschreiben, doch mit den Zahlen wird es schwer. Können Sie erkennen, ob Sie wirklich zwei Füchse gesehen haben oder ob es vielleicht dasselbe Tier war, dass halt zwei mal an Ihnen vorbei gekommen ist? Haben Rehe Nummern zum abzählen auf dem Rücken?
Genau so wenig wie Sie das beurteilen können, kann es auch der Jäger. Die Jäger aber geben ihre angeblichen Bestandszahlen weiter, aus denen die Jagdbehörden den Abschußplan erstellen. Dazwischen ist keine neutrale Instanz. Bestandszahlen werden so zurecht gedreht, dass es für den Jäger passend ist, um Tiere in seiner gewünschten Anzahl töten zu können.



Die Lüge, Jäger schießen und töten nur ganz selten.

In Deutschland gibt es rund 320.000 Jagdscheininhaber. Das sind keine 0,4% der Bevölkerung.
Die Hälfte der Jäger ist aufgrund zu hohen Alters oder fehlender Reviere inaktiv. Über 5 Mio. Tiere töten die Jäger jährlich. Das ergibt 31 Tiere pro Kopf. Nicht eingerechnet solche Tiere, die einfach getötet und statistisch nicht erfasst werden, wie z.B. erschlagene Jungfüchse.

Aus dem Forum von "Wild und Hund"
LeoderLoewe
Alter Hase
Mitglied # 1853

Bewertung:

erstellt 07. November 2005 17:53                    
Samstag 5.11.2005
Große Treibjagd südöstlich von Münster mit 24 Jägern und 29 Treibern ab 10 Uhr morgens. Es wurden getötet: [Jägersprache: lagen] 118 Hasen, 2 Karnickel, 76 Hähne, 2 Schnepfen, 5 Tauben, 2 Enten und ein Raubzeug. (Raubzeug = Hund oder Katze)
Es war eine elende Knallerei!
In einem Kessel starben [Jägersprache: fielen] 42 Hasen, in einem Tannenbusch mit angrenzendem Restmaisstück gingen die Fasane immer in Buquets zu 12 -20 Stück hoch. Die Treiber waren heiser vom "Hahn, Hahn" brüllen.
Schade, ich hatte keinen Flintenspanner mit der zweiten Katuschka dabei!
Es gelang mir zum ersten Mal in meinen Leben 2 Dubletten hintereinander zu schießen (töten von mehreren Tieren mit einem Schuss -> Jägersprache)
Ein Fuchs ist rückwärts entkommen. Der Jäger, der am meisten Tiere getötet hat, [Jägersprache: Jagdkönig] hatte 24 Stück Wild. Ich war Vize mit immerhin 20 Stück (Stück = Tiere). 33 leere Hülsen waren in meiner Tasche [entspricht also 13! Fehlschüssen.]
Das war töten [Jägersprache: Ernte] aus dem Vollen. Abschöpfen des Überschusses!
Waidmannsdank dem Jagdherrn!
Leo

Wie gerne Jäger töten und mit welchem Spaß und welcher Eupherie über das Auslöschen von Leben geprahlt wird, können Sie unter dem folgenden Link nachlesen. Ausschnitte aus dem Forum von "Wild und Hund". Es geht schlicht um die Frage, wer am meisten getötet hat.

-> Wie Jäger töten

Stephanie Ruge, eine Jägerin die nach eigenen Angaben nur zum Spaß tötet, antwortete uns auf diese Tatsache: "Was soll ich schreiben? Daß ich dann den Schnitt verderbe mit meinen über 60 getöteten Tieren?! Jäger töten Tiere!"

-> zur Abhandlung der HP von Stephanie Ruge.

Nur wenn es ihre eigenen Tiere - sprich Jagdhunde - trifft, dann wird das plötzlich ganz anders gesehen. Udo Harenkamp, in Jägerforen bekannt unter dem Synonym "Kampfkeiler" hat auf seiner HP www.stoeberhundgruppe-suedniedersachsen.de eine eigene Rubrik mit dem Titel "Stöberhundmoerder".
Harenkamp betittelt Jäger, die einen Jagdhund getötet haben als Mörder. Zitat: "Der Mörder dieses Wachtelhundes heißt M. I." Auf Harenkamps HP ist der Jäger mit vollem Namen und Anschrift genannt. Weiter heißt es: "Wie geisteskrank muß man sein, einem Jagdgebrauchshund ohne Grund die Kugel zu geben ???"

-> Bild der Originalseite (Screenshot).

Tötet ein Jäger also einen Jagdhund, ist er ein Mörder. Tötet er den Familienhund oder die Katze eines normalen Menschen, ist das Jagdschutz und damit ok. Und Wildtiere zu töten, ist sowieso in Ordnung.


Die Lüge, Jagd ist gesunde Nahrungsgewinnung für den Menschen.
Das meiste in Restaurants angebotene Wildtierfleisch stammt aus Zuchtanlagen. Reh- und Damwild wird genau so gezüchtet, wie Schweine und Rinder. Nicht das wir damit sagen wollen, das sei besser. Es soll nur zeigen, dass Wildfleisch den Namen zu unrecht trägt.

Außerdem ist das Fleisch echter wilder Tiere gar nicht so gesund, wie die Jäger gerne behaupten. Die radioaktive Belastung bei Wildschweinen beispielsweise ist so hoch, dass 90% der gejagten Tiere wegen überhöhter Radiocäsiumbelastung für den menschlichen Verzehr nicht geeignet sind. Dies bestätigte Manfred Hofmeister von der Unteren Jagdbehörde des Landratsamts Regen, gegenüber der Passauer Neuen Presse am 23.02.2005.
Der Südkurier titelt in einem Bericht vom 24.08.2005: "Keine Entwarnung beim Verzehr von Wildbret." Das Bundesamt für Strahlenschutz (BfS) bestätigt, dass die Belastung bei Wildschweinen seit 1996 sogar ansteigt. Ursache ist die Nahrung der Tiere und die jeweilige Strahlenbelastung. Untersuchungen an Tieren ergaben einen Wert von 6700 Becquerel Radiocäsium (Bq) pro Kilogramm. Damit ist die Belastung mehr als 10x höher, wie der zulässige Grenzwert zur Nahrungsmittelvermarktung (600 Bq/kg). Rehe und Rothirsche sind zwar geringer belastet, unterschreiten den zulässigen Grenzwert aber nur knapp. Das Bfs rät, auf den Genuss von Wildfleisch zu verzichten.

-> zum Artikel des Südkurier

In der ZDF-Sendung "ZDF.umwelt" vom 23.04.2006 heißt es: "Achtung! Strahlendes Wildschwein".
Die radioaktive Hinterlassenschaft des Reaktorunfalls aus der Ukraine sorgt immer noch für extrem überhöhte Werte im Fleisch der Tiere.
Dies wird auch noch eine ganze Weile so bleiben, denn der Übeltäter, Cäsium 137, das für die Strahlung verantwortlich ist, hat eine Halbwertzeit von 30 Jahren. Ein Rückgang der Belastung ist also erst einmal nicht zu erwarten. Eine Untersuchung von Wildfleisch ist jedoch nicht vorgeschrieben. Deshalb ist nicht auszuschließen, dass radioaktives Fleisch im Umlauf ist. Zudem halten kritische Wissenschaftler den Grenzwert von 600 Becquerel für viel zu hoch. Sie setzen ihn bei nur 50 Becquerel an.

2006 entdecken Wissenschaftler erstmalig eine gefährliche Trichinenart in getöteten Wildschweinen. Das Tier war mit dem eingekapselten klassischen Schweineparasiten Trichinella spiralis infiziert als auch mit der nicht eingekapselten Spezies Trichinella pseudospiralis. Eine solche Mischinfektion ist weltweit das erste Mal diagnostiziert worden und hat Auswirkungen auf die Fleischbeschau. Denn die übliche Untersuchung mit dem Trichinoskop reicht für den Nachweis von Trichinella pseudospiralis nicht aus. Während Tiere mit Trichinenbefall keine Krankheitssymptome zeigen, können sowohl Trichinella spiralis als auch Trichinella pseudospiralis beim Menschen schwere Erkrankungen hervorrufen. Im konkreten Fall wurde im Muskelfleisch des Wildschweines eine sehr hohe Parasitenkonzentration mit mehr als 900 Larven gefunden. Es ist also völlig offen, wie lange und wie viel verseuchtes Wildschweinfleisch bereits als Nahrungsmittel verwendet worden ist.
(20.02.2006 - Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR), Dr. Irene Lukassowitz)

Aufgrund von Untersuchungen von Wildschweinelebern im Jahr 2007 empfiehlt das Ministerium vom Verzehr von Lebern von in Nordrhein-Westfalen getöteten Wildschweinen abzusehen.
Im Jahr 2007 wurden Wildschweinelebern auf unterschiedliche Umweltkontaminanten untersucht. Bei einem hohen Anteil von Wildschweinelebern wurden die Schwermetalle Blei und Cadmium in Konzentrationen nachgewiesen, die über den EU-weit festgelegten Höchstwerten liegen. Außerdem wurden bei mehreren Untersuchungen stark erhöhte PFT-Werte festgestellt. Für diese Perfluorierten Tenside gibt es zwar keine Grenzwerte, doch die europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit empfiehlt eine tägliche tolerable Aufnahme von 1,5 µg/kg Körpergewicht. Mit den höchsten Werten, die bei den Untersuchungen gemessen wurden, würde ein erheblicher Teil der Jahresmenge, die noch tolerabel ist, mit einer Mahlzeit aufgenommen.

Und dann verfüttern Jäger sogar Genmais an die Wildschweine. Das Bundessortenamt hat die genmanipulierten Körner von einem Versuchsfeld bei Gotha (Thüringen) an Jäger abgegeben. Unter der Bedingung, dass sie im Winter verfüttert werden, damit der Mais nicht auskeimen kann. (MDR.de, 25.02.2006)
So kann das Genmaterial zwar nicht direkt vom Menschen verzehrt werden. Aber was ist mit den Auswirkungen über den Zwischenwirt Wildschwein oder Reh?


Die folgenden Tipps wurden auf einer Jägerseite gefunden, wie man sich als Jäger gegenüber Jagdgegnern verhalten sollte:

"Vielleicht haben auch Sie es schon erlebt: Bei Jagd-Messen, Veranstaltungen, ja sogar schon bei Jagden, erscheinen immer öfters sog. Jagdgegner, die uns Jäger stören, und die Öffentlichkeit belügen wollen. Aber lassen wir uns von diesen veganistischen Naturfeinden nicht einschüchtern. Hier einige Argumente, die Sie, wenn Sie auf derartige Kreaturen treffen, anwenden können:

"Geht doch erst mal arbeiten!"

"Sowas wie Euch hätte es früher nicht gegeben!"
"Ich hau' Dir gleich eine rein"
"Hast Glück das ich mein Gewehr nicht dabei hab'!"
"Deine Katze krieg' ich auch noch!"

Mit Hilfe dieser Argumente ist es Ihnen möglich, bei Diskussionen mit den radikalen Hochsitzsägern, als Sieger hervorzugehen! Unseren Jungjägern, die auf diesem Gebiet noch keine Erfahrungen besitzen, empfehlen wir, die Argumentationshilfen auf einen kleinen Spickzettel zu schreiben, und diesen immer für den Fall der Fälle mitzuführen. Schließlich kann man immer und überall auf Jagdgegner treffen."

Andere Jäger handeln direkt, wie die folgenden Einträge aus dem Forum von "Wild und Hund" zeigen.

Einhorn
Alter Hase
Mitglied # 3567

Bewertung:

erstellt 24. Dezember 2004 12:51               
Ich hab das vor 2 Jahren auf einer Revierübergreifenden Drückjagd selbst erlebt. Die Spinner haben sich im Internet verabredet, und sind dann während dem Treiben vor den Schützenständen rumgelaufen. Glücklicherweise stand die Polizei schon bereit und hat sie festgenommen, aber gestört hatts halt doch. Dabei haben die Irren noch Glück gehabt, das die Polizei sie vor der Treiberwehr geschnappt hat. Da waren nähmlich ein paar stämmige Holzrücker dabei die an dem Tag besonders gute Laune hatten. Als Schütze kannst du nur die Waffe entladen und versuchen dir die Gesichter zu merken.

( Gut wenns keiner sieht kann so ein Tierbefreier auch mal im feuchten Waldboden ausrutschen und sich die Fresse an nem Baumstumpf einschlagen, Unfälle passieren eben)


Beiträge: 38 | Registriert seit: Nov 2004  |  IP: gespeichert

Seehund
Alter Hase
Mitglied # 2219

erstellt 24. Dezember 2004 14:24               
Mein letzter Störenfried ist bei fortgeschrittener Dunkelheit mit seinem Mofa (natürlich ohne Licht) in eine Rolle Stacheldraht gefahren und gestürzt, wie die da hingekommen ist weiß ich auch nicht ....

Beiträge: 77 | Registriert seit: Feb 2003  |  IP: gespeichert

Tatsächlich scheuen die Grünröcke vor Angriffen nicht zurück. Journalisten, die sich mit einer Foto- oder Videokamera im Wald aufhalten, werden sogar angefahren und dann auch noch dumm und arrogant beschimpft.
Der in diesem Fall zum Glück nur leicht verletzte Journalist und Mitarbeiter von PETA, brachte die Sache zur Anzeige, da er den Tathergang durch seine Videoaufnahme lückenlos belegen konnte. Die Staatsanwaltschaft Stuttgart bot dem Angeklagten an, das Vehrfahren gegen Zahlung einer Geldbuße in Höhe von € 500,- zugunsten des NABU (Naturschutzbund Deutschland) einzustellen. Der Jäger und Forstrevierleiter vom Staatsforst Böblingen, Gerhard Malisi, akzeptierte.

-> Video und Pressebericht des Tatherganges.


"Wir brauchen wieder mal einen Hitler!"
Zufällig schnitt ein Tierschützer während einer Demo gegen eine Treibjagd dieses Zitat eines Jägers mit der Videokamera mit. Es beweist einmal mehr den hohen Anteil an braunem Gedankengut unter den Jägern, welches uns schon oft entgegengebracht wurde.

-> Video "Wir brauchen wieder einmal einen Hitler!"

-> Braunes Gedankengut unter > Intelligentes.

.
Wissen Jäger, dass sie Lusttöter sind?
Ja.
Der folgende "Hilferuf" stammt aus der Zeitung "JÄGER", Ausgabe Oktober 2003. Hilfesuchend wendet sich Altverleger Herr Jahr an seine Leser.
"Opa, kannst du das Reh wieder heil machen und in den Wald zurückbringen?", wird Herr Jahr von seiner zweieinhalbjährigen Enkeltochter gefragt. Was soll er tun? Soll er ihr die Wahrheit sagen oder nicht? Schließlich wird er mit dieser Frage nicht zum ersten Mal konfrontiert:
"Die Mutter meiner Töchter hat ihnen, als sie noch klein waren und mit fragenden, staunenden Augen vor der gelegten Niederwildstrecke standen, gesagt, dass ihr Papa nur alte und kranke Tiere schießt. Diese Lüge hat nicht lange gehalten. Im Gegenteil. Eines Tages wurde den Töchtern klar, dass ihr Papa Freude daran hat, möglichst viele Tiere für die Küche mit nach Hause zu bringen. Je mehr, desto größer die Freude. Überhaupt freuten sich alle, die an der Jagd beteiligt waren, an diesem Tag über die vielen toten Tiere. Die erzieherische Lüge von den alten und kranken Tieren hatte zur Folge, dass sich zwei unserer Töchter endgültig von der Jagd losgesagt haben. Und nun, 30 Jahre später, stehe ich wieder vor derselben Frage: Wie sage ich es meinem Enkelkind?"

Und das sind die veröffentlichten Antworten der Jäger:

Richard Hirschfeld, Am See 1, 99189 Walschleben, Tel: (036201) 26450, schreibt im JÄGER Ausgabe 02.2004:
"Meinen Enkelsöhnen brauche ich nichts über tote Tiere zu erklären. Sie erlebten es in der Praxis, als es noch richtige Hasenjagden gab. Sie waren begeistert, wenn beim Kesseltreiben die Hasen roulierten (sich überschlugen). Besonders, wenn Opa so schoss, dass der Hase einen Purzelbaum machte. Stolz trugen sie Opas Beute; ohne Scheu vor Dreck, Schweiß (Blut) oder dem toten Tier."

Frank Dreßler aus 75196 Remchingen schreibt im JÄGER Ausgabe 02.2004:
"Das Argument mit den alten und kranken Tieren entspricht nicht der Wahrheit und ist als Ausrede nur zeitlich begrenzt einsetzbar. Die Angelegenheit muss an der Wurzel - sprich am Schöpfungsbegriff - gepackt werden. In der Bibel heißt es: Der Tod ist der Anfang vom Leben (1. Korinther 15). Ich sage meiner kleinen Tochter: Wenn ein Stück (Tier) zur Strecke kommt (vom Jäger getötet wird), wächst ein anderes nach. Und wir Jäger ernten (töten) was nachwächst."

Mit solchen und ähnlichen Aussagen, erziehen Jäger schon kleinste Kinder dazu, anderes Leben zu verachten. Die Brutalität wird ihnen auch skrupellos gezeigt.
...

 
Skrupellos wird Kindern das Massaker gezeigt. Und so ist schon für kleine Kinder das Töten ganz normal.
..
Das folgende Beispiel aus der Jägerzeitung (Forum) von "Wild und Hund" zeigt, dass Jäger grundsätzlich töten. Sie machen gar nicht erst den Versuch, einem in Not geratenen Tier zu helfen.

Dackeline
Alter Hase
Mitglied # 2422

Bewertung:




Fuchs mit Kopfschuss

erstellt 06. Februar 2006 13:05                     
Heute morgen kam ein Anruf eines Gemeinde-Mitarbeiters: Du bei xy in der yy-Strasse ist ein Fuchs im leeren Swimmingpool gefangen – schau mal vorbei. Wenns nötig ist, dann erschiess ihn halt. [...]
An der Adresse angekommen, empfing uns die Hausfrau „Gottseidank, dass sie kommen, der Fuchs ist möglicherweise schon Tage da drin – er hat den Poolboden ziemlich verkackt. Außerdem ist er verletzt“. Unser persönlicher Augenschein bestätigte das Ganze: Der Fuchs schonte den linken Hinterlauf – er sah gebrochen aus. Zusätzlich sah er ziemlich abgekommen aus. Wahrscheinlich hatte die Dame recht und der Fuchs war schon einige Tage dort gefangen.
[...] Der Fuchs lief in dem Pool im Kreis herum und fauchte und keckerte Zähnebleckend zu uns rauf. Reinklettern und ihn einfangen wollte keiner.
Kurze Besprechung mit den Polizeibeamten mit dem Ergebnis: der Poolboden scheint mit einer mehrere Zentimeter starken Eisschicht bedeckt zu sein, das müsste genügender Kugelfang für die .22LfB-Hohlspitz aus meiner Walther-PPK zu sein. Mein Kopfschuss lies ihn blitzartig verenden. Die Kugel durchdrang das Fuchshaupt und schlug noch einen kleinen Krater ins Eis - ich hoffe inständig dass die Poolfolie nicht gelitten hat.
Wäre interessant zu wissen, ob in dem Fall die Jagdhaftpflicht in Leistung treten würde ?

Ohne Probleme hätte dieser Fuchs aus dem Pool befreit werden können. Eine breitere Dachlatte oder ein Brett als Ausstiegshilfe hätten genügt. Ein verletztes Hinterbein, auch wenn es tatsächlich gebrochen gewesen ist und nicht nur verstaucht war, heilt bei einem Fuchs genau so, wie beim Menschen.
Doch der Jäger denkt gar nicht an Rettung. Ihm steht die Tötungslust schon in den Augen. Eine plumpe Ausrede, niemand wollte reinklettern und das Tier retten, genügt dann für das sinnlose Töten.
Das einzige Problem des Jägers ist, ob die Versicherung einen von ihm angerichteten Schaden bezahlt. Einen Schaden, der nur entstand, weil er töten wollte. Das er sinnlos und unnötig ein Leben vernichtet hat, ist ihm egal.

Links im Menu "Jägerlogik" haben wir einige Beispiele für Sie zusammengestellt. Lesen Sie selbst, wie die Jägerlogik aussieht.