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Echninokokkus
multilocularis, so der wissenschaftliche Name. Die Bezeichnung Fuchsbandwurm
ist eigentlich schon falsch. Und wieder sind es die Jäger, die genau
wie bei der Tollwut, Panik unter der Bevölkerung
verbreiten wollen. Haushunde können diesen Parasiten genau so übertragen
und sind daher, durch den direkten Kontakt mit dem Menschen, als Überträger
viel gefährlicher.
Hauptzwischenwirt ist die Maus. Verspeist ein Fuchs eine infizierte Maus, kann sich die Larve des Bandwurms im Darm des Fuchses einnisten und mit der Produktion von Eiern beginnen. Die Betonung liegt hier auf "kann". Bei weitem nicht jeder Fuchs hat den kleinen Fuchsbandwurm, nur weil er infizierte Mäuse frisst. Über den Kot scheidet ein infizierter Fuchs die Eier des Wurm aus. Eine Übertragung auf den Menschen kann nur auf oralem Wege erfolgen. Das heißt, die Bandwurmeier müssen vom Menschen verschluckt werden. Dann ist eine Infektion möglich, aber keinesfalls gegeben. Zwei unabhängige Studien der Uni Ulm und Stuttgart haben belegt, dass selbst Risikopersonen (Waldarbeiter, Förster etc.) nicht am Echninokokkus erkranken, obwohl sie bereits Kontakt mit diesem Parasiten hatten. Die kontaminierten Personen entwickelten Antikörper gegen diese Eindringlinge und sind somit immun gegen diese Krankheit. Selbst die Gefahr einer Infektion beim Genuss von Waldfrüchten ist denkbar gering, denn der Weg vom Fuchskot zur Waldbeere ist nahezu ausgeschlossen. Auch Füchse futtern mit der Schnauze und eventuell im Afterbereich haftende Eier eines infizierten Fuchses, finden wohl auch nur sehr schwer den Weg auf die Brombeere. Wer Waldfrüchte vor dem Verzehr gründlich abwäscht, mindert das Restrisiko auf null. Prof. Nothdurft, Infekteloge an der Uni München sagte im SPIEGEL 44/01: "Die Wahrscheinlichkeit an den Folgen des kl. Fuchsbandwurmes zu erkranken sind geringer als die Möglichkeit, dass einem ein Dachziegel auf den Kopf fällt!" Jüngst veröffentlichten deutsche Forscher unter ORF on Science, dass der "Fuchsbandwurm nicht durch Waldbeeren übertragen" wird. Es gibt keine Belege, so die Forscher, dass man sich durch den Verzehr von ungewaschenen Waldfrüchten mit dem Fuchsbandwurm infizieren kann. Für die Untersuchung befragten Wissenschafter der Universität Ulm sowie des Robert-Koch-Instituts 40 Patienten, die vom Echninokokkus befallen waren, sowie 120 gesunde Testpersonen. Beide Gruppen machten dabei Angaben zu Haustieren, Beruf, Hobbys und Lebensgewohnheiten. Ein großer Teil der erkrankten Personen hatte Kontakt zu Hunden. Kein Zusammenhang zeigte sich dagegen bezüglich Waldbeeren. Die Gesunden hatten genauso oft ungewaschene Waldbeeren gegessen wie die Patienten. Molekularbiologe Klaus Brehm von der Universität Würzburg: "Dass man sich von Beeren den Fuchsbandwurm holen kann, gehört ins Reich der Legenden. Es ist für keinen einzigen Patienten erwiesen, dass er sich so angesteckt hat. Ich esse Beeren und Bärlauch auch und mache mir deshalb keine Gedanken." Auch bekommen viele Menschen nie den Fuchsbandwurm, obwohl sie offenbar die Eier aufgenommen haben. Als Erklärung führen die Experten beim Europäischen Echinokokkose-Register an, dass große Teile der Bevölkerung gegen den Parasiten resistent sind. In Blutproben finden sich Antikörper gegen den Erreger, obwohl der Betroffene nie erkrankt ist. Nur 20 Prozent der Menschen, die Fuchsbandwurmeier geschluckt haben, bekommen auch Beschwerden. Brehm vermutet, dass eine sehr große Zahl an Eiern aufgenommen werden muss, damit die Erkrankung überhaupt ausbricht. In vielen Gebieten werden Füchse heute gegen den Bandwurm mit Schluck-Ködern geimpft, was das Infektionsrisiko noch weiter herabsetzt. -> Zum Artikel von Science ORF Der Mensch ist ein Fehlwirt. Kommt es zu einer Erkrankung, so setzt sich die Larve des Bandwurms in der Leber fest. Eine Heilung ist derzeitig nicht möglich, man kann nur die weitere Entwicklung stoppen. Jährlich erkranken in Deutschland rund 20 Personen am Fuchsbandwurm. Viele davon sind Jäger, die mit den Eiern in Kontakt kommen, wenn sie einem getöteten Fuchs das Fell abziehen. Vergleichsweise werden jährlich mehr als 800 Jagdunfälle gemeldet, bei denen unbeteiligte Personen verletzt und zum Krüppel geschossen werden. 2004 wurden 37 Menschen von Jägern getötet. Mehr zu der Lügenlogik der Jäger unter -> GRAUSAME JAGD. . .
Zur Paarung ziehen sich Fähe und Rüde zuweil in den Bau zurück, um während des Deckaktes vor Feinden geschützt zu sein. .
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